{"id":820,"date":"2026-04-06T03:05:31","date_gmt":"2026-04-06T01:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/?page_id=820"},"modified":"2026-04-10T23:17:00","modified_gmt":"2026-04-10T21:17:00","slug":"ein-zeitloses-handwerk-fuer-jahrhunderte-kleine-zeitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/?page_id=820","title":{"rendered":"Ein zeitloses Handwerk f\u00fcr Jahrhunderte &#8211; Kleine Zeitung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">Ver\u00f6ffentlicht im <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/steiermark\/weiz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Regionalteil Weiz<\/a> in der <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kleinen Zeitung<\/a>-Ausgabe vom 11.11.2020<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><strong>Von Julia Binder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-small-font-size\"><table><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"186\" height=\"284\" class=\"wp-image-821\" style=\"width: 186px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_1.png\" alt=\"\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"186\" height=\"143\" class=\"wp-image-822\" style=\"width: 186px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_2.png\" alt=\"\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"186\" height=\"143\" class=\"wp-image-823\" style=\"width: 186px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_3.png\" alt=\"\"><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Blick in den Verkaufsraum von<br>Jakob Tiebers &#8222;Zeitwerkstatt&#8220;<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-small-font-size\"><table><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"487\" height=\"382\" class=\"wp-image-824\" style=\"width: 487px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_4.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_4.png 487w, https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_4-300x235.png 300w\" sizes=\"(max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"186\" height=\"319\" class=\"wp-image-825\" style=\"width: 186px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_5.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_5.png 186w, https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_5-175x300.png 175w\" sizes=\"(max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\">Konzentriert arbeitet der junge Uhrmachermeister an einer seiner Werkb\u00e4nke<\/td><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Der 21-j\u00e4hrige Uhrmachermeister Jakob Tieber hat heuer im M\u00e4rz in Markt Hartmannsdorf ein Uhrengesch\u00e4ft samt Werkstatt er\u00f6ffnet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Eintreten str\u00f6mt augenblicklich ein Geruch nach altem Holz in die Nase. Der Blick f\u00e4llt auf gut zusammenger\u00e4umte Werkb\u00e4nke und vor allem: unz\u00e4hlige an der Wand h\u00e4ngende Uhren, deren unterschiedliches Ticken jeden Winkel des Raums erf\u00fcllt. Hier, im Ortskern von Markt Hartmannsdorf, hat Jakob Tieber heuer im M\u00e4rz seine \u201eZeitwerkstatt\u201c samt Uhrengesch\u00e4ft er\u00f6ffnet, sich somit selbstst\u00e4ndig und sein Hobby zum Beruf gemacht.<br>Der 21-J\u00e4hrige hat sein Interesse f\u00fcr Antiquit\u00e4ten, insbesondere f\u00fcr Uhren, quasi in die Wiege gelegt bekommen. \u201eMein Vater sammelt Antiquit\u00e4ten, seit ich denken kann. Er hat mir meine erste Taschenuhr gegeben, auf die ich aufpassen sollte, so hat es dann seinen Lauf genommen\u201c, sagt Tieber.<br>Auch Verwandte und Bekannte unterst\u00fctzten bereits sein fr\u00fches Hobby: \u201eSchon mit drei Jahren habe ich von Verwandten diverse Uhren und Wecker bekommen. Diese habe ich dann mit einem Hammer mehr oder weniger repariert\u201c, erz\u00e4hlt der Uhrmachermeister lachend.<br>Nach der Pflichtschule besuchte Tieber die vierj\u00e4hrige Fachschule f\u00fcr Uhren- und Pr\u00e4zisionstechnik in Karlstein an der Thaya im oberen Waldviertel. \u201eDie Werkst\u00e4tten in der Schule waren ein Traum, da wusste ich dann sofort, dass das f\u00fcr mich passen w\u00fcrde\u201c, so Tieber. Nach seiner Schulausbildung hat er 2018 auch den Meisterkurs erfolgreich absolviert.<br>Heuer im M\u00e4rz wagte er, trotz der sich anbahnenden Corona-Krise, den n\u00e4chsten Schritt und er\u00f6ffnete sein eigenes kleines Gesch\u00e4ft inklusive Werkstatt.<br>\u201eDie Krise bereitet mir keine Sorgen, da ich derzeit mehr als genug Arbeit habe \u2013 vielleicht sogar ein bisschen zu viel\u201c, schmunzelt der 21-J\u00e4hrige.<br>Zu seinen T\u00e4tigkeiten z\u00e4hlen neben der Reparatur und Restauration von Gro\u00dfuhren (Pendel-, Kirchen-, Stand- und Wanduhren) und Kleinuhren auch das K\u00fcrzen von Armb\u00e4ndern, Batteriewechsel und die Anfertigung von Ersatzteilen f\u00fcr Klein- und Gro\u00dfuhren. Ein Schmied in Liebensdorf schmiedet ihm auf Wunsch auch Ersatzteile f\u00fcr Kirchenuhren.<br>\u201eEinen meiner Werktische habe ich so platziert, dass man von drau\u00dfen durch das Schaufenster sieht, was ich gerade mache. Gelegentlich bleiben einige Passanten stehen und schauen mir eine Weile zu\u201c, sagt Tieber. Neben ortsans\u00e4ssigen Kunden und Stammkunden hat er sich bereits einen Kundenkreis, der \u00fcber die Landesgrenzen hinausreicht, aufgebaut.<br>Der junge Uhrmachermeister ist derzeit einer von nur wenigen im Bezirk Weiz, die dieses traditionelle Handwerk noch aus\u00fcben.<br>\u201eIch liebe meine Arbeit mit mechanischen Uhren, sie \u2013 und somit meine Arbeit \u2013 \u00fcberdauern Jahrhunderte. Gerade, weil es fast keine Uhrmacher mehr gibt, bin ich stolz auf dieses Handwerk und m\u00f6chte mir einen Namen machen\u201c, so Tieber. \u201eAusger\u00fcstet w\u00e4re ich zumindest schon ganz gut. Ich gehe nie fort, besuche selten Kinos und Restaurants und gebe jeden Cent, den ich verdiene, f\u00fcr Uhren aus. Das ist der einzige Luxus, den ich mir g\u00f6nne.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-13d42243-09bd-41e3-91c3-dbbb261b8615\" href=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2020-11-11_KleineZeitung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier gibt&#8217;s den Zeitungsartikel der Kleinen Zeitung vom 11.11.2020<\/a><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"76\" class=\"wp-image-865\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/www.zeitwerkstatt.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/kleine_zeitung_296x150.png\" alt=\"\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td class=\"has-text-align-center\" data-align=\"center\"><a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\">Kleine Zeitung<\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\">\u00a9 Kleine Zeitung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht im Regionalteil Weiz in der Kleinen Zeitung-Ausgabe vom 11.11.2020 Von Julia Binder Blick in den Verkaufsraum vonJakob Tiebers &#8222;Zeitwerkstatt&#8220; Konzentriert arbeitet der junge Uhrmachermeister an einer seiner Werkb\u00e4nke Der 21-j\u00e4hrige Uhrmachermeister Jakob Tieber hat heuer im M\u00e4rz in Markt Hartmannsdorf ein Uhrengesch\u00e4ft samt Werkstatt er\u00f6ffnet. 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